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Cannabis gegen Opioid-Versagen

09 Jun 2021
Hoffnung für Schmerzpatienten: Cannabisplantage der Firma Vertanical in Dänemark

Pharmaunternehmer Clemens Fischer will Schmerzpatienten mit einem Medikament auf Cannabis-Basis helfen und damit die Opioid-Krise in den USA bekämpfen. Vorher soll Vertanical an die Börse.

Wenn alles so läuft, wie der Pharmaunternehmer Clemens Fischer es sich vorstellt, können Millionen Schmerzpatienten in aller Welt neue Hoffnung schöpfen. Fischer will ein Cannabismedikament auf den Markt bringen, das vor allem gegen Rückenschmerzen helfen soll und eine Alternative zu den umstrittenen Opioiden ist. „Wir wollen mit unserem Schmerzmittel die globale Opioid-Krise lösen. Allein in den USA stirbt alle 11 Minuten ein Mensch am Opioid-Missbrauch“, sagt Fischer im Gespräch mit der F.A.Z.

Der 46 Jahre alte Unternehmer ist promovierter Mediziner und hat die Schmerzmittelforschung über Jahre genau beobachtet. Opioide seien zwar wirksam, führten jedoch zu erheblichen Nebenwirkungen wie Verstopfung und Schlafstörung sowie bei falscher Verordnung auch zur Abhängigkeit. Doch noch immer seien sie für chronische Schmerzpatienten das Mittel der Wahl. Fischer sieht für eine Alternativ-Arznei ein gewaltiges Potential: „Im Weltmarkt für Opioide werden jedes Jahr 14 Milliarden Euro umgesetzt.“

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