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300 Millionen Euro für Corona-Medikamente

12 Mai 2021
Informieren über die Lage: Jens Spahn (rechts), Anja Karliczek und Lothar Wieler

Gesundheitsminister Spahn ist mit der Entwicklung der Impfkampagne zufrieden. Nun wollen er und Forschungsministerin Karliczek die Entwicklung von Medikamenten gegen Covid-19 beschleunigen – mit viel Geld.

Die Impfkampagne läuft, die Inzidenz sinkt – ist das Coronavirus bald besiegt? Nein, sind sich Gesundheitsminister Jens Spahn und Forschungsministerin Anja Karliczek, beide CDU, einig. Darum haben ihre Ministerien gemeinsam ein weiteres Förderprogramm aufgelegt, das Pharmaunternehmen bei der Entwicklung von Medikamenten gegen Covid-19 unterstützen soll. 300 Millionen Euro stehen dafür bereit, wie Karliczek am Mittwoch in Berlin bekanntgab. „Wir müssen leider damit rechnen, dass selbst bei einer hohen Impfrate Menschen weiter an Covid-19 erkranken“, sagte die Ministerin in der Bundespressekonferenz, wo sie gemeinsam mit Spahn und dem Präsident des Robert-Koch-Instituts, Lothar Wieler, über die Corona-Lage informierte.

Karliczek äußerte die Hoffnung, wirksame und sichere Arzneien gegen Covid-19 möglichst schnell auf den Markt und zu den Kranken zu bringen. Die Entwicklung solcher Medikamente sei „äußerst konstenintensiv“. Gerade kleinere Unternehmen könnten sie nicht allein tragen. Spahn fügte hinzu: Man wolle vor allem klein- und mittelständische Biotech-Unternehmen bei der Entwicklung von neuen Corona-Medikamenten unterstützen. „Impfen nimmt der Pandemie ihren Schrecken, wirkungsvolle Therapien der Erkrankung.“

Das neue Förderprogramm soll vor allem Medikamente, die in den klinischen Phasen I und II schon erfolgreich getestet wurden, auf ihren Weg zum Patienten bringen. So soll auch die Produktion an Standorten in Deutschland aufgebaut und ausgeweitet werden. Zugleich dämpfte Karliczek die Hoffnung auf eine „Wunderpille“ gegen das Virus. Die werde es nicht geben. Das Ziel sei es, verschiedene wirksame Medikamente zu haben, die man je nach Krankheitsphase und Verlauf einsetzen könne. Da gebe es schon vielversprechende Ansätze.

Spahn und Wieler betonten, dass die Gefahr einer Ansteckung mit dem Virus für die meisten Menschen in Deutschland noch nicht gebannt sei. „Entweder man wird geimpft, oder man wird infiziert. Ich würde immer empfehlen, die Immunität durch Impfung zu bekommen“, sagte Spahn. Wieler prognostizierte, das Virus werde auf lange Frist jeden Ungeimpften infizieren.

Spahn sagte mit Blick auf die aktuelle Entwicklung der Pandemie in Deutschland: „Alles geht in die richtige Richtung.“ Auch Wieler äußerte sich zufrieden. Die Inzidenz der Neuinfektionen sinke derzeit in allen Bundesländern und allen Altersgruppen. Die Zahl der Geimpften steige. Wenn die Deutschen weiter „alle mitspielten“, vernünftig und diszipliniert blieben, fürchte er keine neue Welle. Wieler forderte abermals Geduld und appellierte an die Bürger, sich nicht etwa bloß deshalb schneller die Zweitimpfung mit AstraZeneca zu holen, um früher wieder in den Biergarten zu können. Ein wirksamer Impfschutz sei wichtiger.

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